Die Leserbrief-Lüge von Karl-Heinz Düwel zu Altbundeskanzler Helmut Schmidt

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Zum Beitrag „Wahl Heinzes nicht anerkennen“,
OZ vom 24. Februar, schreibt Karl-Heinz Düwel aus Schönberg: [ erschienen in der Ostsee-Zeitung
und den Lübecker Nachrichten v. 2.3.2010 ]

 

 


Zitat:
"Herr Beckmann (Sendung v. 22.2.2010) stellte Herrn Schmidt u. a. die Frage: „Sie waren doch in der NS-Zeit Offizier der NS-Wehrmacht und sind so in russische Gefangenschaft geraten. Wie ist es Ihnen dort ergangen? Man hat mich verhört. Wie und was? Man stellte mir u. a. die Frage: Was wissen Sie über Theresienstadt, Dachau und Auschwitz? — Nichts; das kenne ich nicht.“

Obwohl dort zig-tausend Juden und Menschen umgebracht wurden, das deutsche Volk hat Herrn Schmidt trotz seiner NS-Zugehörigkeit verziehen und ihn zu ihrem Bundeskanzler gewählt.
Werte Stadtvertreter, erklären Sie mir bitte den Unterschied zwischen einem ehemaligen NS-Offizier und einem Offizier der NVA der DDR."
Ende des Zitats


aus der Ostssezeitung:
/OZ/LOKAL/GVM vom 11.03.2010 00:00
Schiefen Vergleich geführt


Schönberg (OZ) - Nach einem vom Schönberger Karl-Heinz Düwel gezogenen Vergleich zwischen Michael Heinze und Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (Leserbrief vom 24. Februar: „Schämt Euch, Ihr Stadtvertreter!“) liegt der OZ jetzt die Aufzeichnung einer Fernsehsendung vor. Aus der Aufzeichnung geht hervor, dass Zitate aus der Sendung in Düwels Leserbrief nicht stimmten. Düwel hatte auf eine Talkrunde mit Reinhold Beckmann, Schmidt und dem Historiker Fritz Stern verwiesen.

In der Sendung am 22. Februar hatte Beckmann gefragt: „Was wussten Sie über Dachau in der Zeit?“ Schmidts Antwort: „Gar nichts. Gar nichts. Das Wort Dachau, es war mir völlig ungeläufig, das Wort Auschwitz genauso, das Wort Bergen Belsen ganz genau so. Gegen Ende des Krieges, auf der Flucht . . . (bin ich, die Red.) in der Nähe von Soltau gefangen genommen worden, . . wurde dann . . . verhört wegen Bergen Belsen, das war in der Nähe, ich wusste nicht was das ist. Ich hörte den Namen zum ersten Mal.“ Düwel hatte u.a. falsch zitiert, Beckmann habe die Frage gestellt: „Sie waren doch in der NS-Zeit Offizier der NS-Wehrmacht und sind so in russische Gefangenschaft geraten. Wie ist es Ihnen dort ergangen?“

Internet: Das Gespräch im Internet - rechte Spalte


Mit anderen Worten:

Die Agitation des Heinze-Sympatisanten Düwel mit Leserbriefen - macht auch vor Altbundeskanzler Helmut Schmidt nicht halt.
Karl-Heinz Düwel - verantwortlich für 6 Monate mehr Leid im Schönberger Bürgermeister-Skandal - zeigt sein wahres Gesicht: als CDU-Mitglied erschleicht er sich einen Sitz als Stadtvertreter - später, nachdem er dazu beitrug, dass die Empfehlung des Wahlprüfungsausschusses nicht umgesetzt werden konnte - Ungültigkeit der Wahl - tritt er vom Stadtvertreter-Amt zurück und aus der CDU aus.

Das rechtsstaatliche Verfahren, über die Rechtmäßigkeit einer Wahl zu befinden und die Eignung eines Bewerbers um das Bürgermeisteramt zu prüfen - die Obliegenheit des Obersten Dienstherren, nachdem Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl eingelegt wurde - sind Errungenschaften einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Die alten Kader der immer noch nicht aufgelösten SED aus der DDR-Diktatur versuchen mit allen Mittel der Propaganda und Zersetzung wie zu DDR-Zeiten dieses rechtsstaatliche Verfahren zu ideoligisieren und Bevölkerungteile mit Falschinformationen und Schaltern der alten SED-Indoktrination zu manipulieren und gegeneinander aufzuhetzen.

Jetzt profiliert sich Düwel als Agitator der alt-neuen SED/Linken Propaganda. Es werden die Psychoschalter "Faschismus" "NS" "russische Kriegsgefangenschaft" benutzt, um per Leserbrief neues Gift zu streuen. Heinze wird als Vollstrecker des SED-Grenzregime mit Helmut Schmidt auf eine Stufe gestellt.

Der Falscheit und Lüge -
muss widersprochen werden. So empfielt es Bürgerrechtler Dr Martin Luther King jr.

Die Absicht ist:

Der Altbundeskanzler wird auf eine Stufe als Angehöriger der Wehrmacht mit den Kommandeuren und Stabschefs (Ausarbeitung Befehl 20 /Schießbefehl) des DDR Grenzregimes gestellt.
Die Bedingungen zu Kriegszeiten und Friedenszeiten werden gleichgestellt

Der Altbundeskanzler wird für die Verbrechen an den Juden zur NS-Zeit verantwortlich gemacht.

Die über 1000 Toten und Verletzten sowie die zahllosen Verhaftungen der eigenen Bevölkerung der DDR sollen damit heruntergespielt bzw. verdeckt werden.

Wer einem "NS-Offizier" (Schmidt war kein NS-Offizier) verzeihen kann -
hat das deutsche Volk Herrn Schmidt verziehen oder verzeihen müssen? -
der muss auch einem Offizier der DDR-Grenztruppen verzeihen der zugleich als IM für die Stasi gearbeitet hat - und ihn wieder als Bürgermeister ein öffentliches Amt ausüben lassen. Und das, nachdem genau die Diktatur vom unterdrückten Volk gestürzt wurde, die Diktatur in deren Dienst er als SED-Mitglied, Kommandeur der Grenztruppen und IM Richard - informeller Mitarbeiter = Stasi-Spitzel freiwillig und ohne Not - sich zur Beförderung der Karriere verpflichtet hatte.

So die Argumentation der verfälschten Darstellung eines Interviews mit Berufung auf Herrn Altbundeskanzler Schmidt.

Ich habe mir die Mühe gemacht und für die entsprechende Stelle ein Transskript erstellt.
Siehe nebenstehende Spalte.

 

Das Zitat aus der Beckmann-Sendung ist KOMPLETT und bewußt falsch zitiert.
Die Absicht des Leserbriefes ist verwerflich

1.) Beckmann benutzt nicht den Begriff
NS-Zeit oder NS-Wehrmacht
2.) Schmidt war nie in russischer Gefangenschaft
3.) keine der Fragen Beckmanns ist richtig wiedergeben etc. etc.


B = Beckmann | HS = Helmjut Schmidt

B: Finden Sie sich darin wieder Herr Schmidt, flüchtig aufnehmen und es nicht in sein Leben zu integrieren? Was wußten Sie über Dachau in der Zeit?

HS: Gar nichts. Gar nichts. Das Wort Dachau es war mir völlig ungeläufig, das Wort Ausschwitz genauso, das Wort Bergen Belsen ganz genau so. Gegen Ende des Krieges, auf der Flucht, immer kurz hinter den amerikanischen Spitzen und dann später hinter den englischen Spitzen, Nachts hinterhermarschiert, zufällig am Ende des Krieges in der Nähe von Soltau gefangen genommen worden, Nachts marschieren, Tags über schlafen, ich wurde also im Schlaf gefangen genommen, und wurde dann ausgeforscht und verhört wegen Bergen Belsen, das war in der Nähe, ich wußte nicht was das ist. Ich hörte den Namen zum ersten Mal.


weiter unten das Transscript des 10 min Sendeausschnitts. Nachzusehen unter:



Hier der LINK Sendungsausschnitt bei Youtube
Helmut Schmidt und Fritz Stern bei Beckmann

Transscript der Sendung Beckmann
v. 22.2.2010 im relevanten Teil

0:48:00
B = Beckmann | S= Stern | HS = Helmut Schmidt

B: Ein wichtiges Kapitel Herr Stern in Ihrem Buch. Zu Ihrer Herkunft. Es kommt immer wieder zu Tage. Sie sind protestantischer Christ, Sie sind in Breslau geboren. Wann haben Sie von Ihrer jüdischen Herkunft erfahren?

S: Ich glaube im Februar oder März 33 also unmittelbar nach der sogenannten Machtübernahme.
...

B: Es gibt eine kleine Parallele in dieser Hinsicht, bei Helmut Schmidt war es so, er hat 1934/1935 erfahren, dass er einen jüdischen Großvater hat. Was hat sich für Sie dadurch geändert?

HS: zunächst gar nichts. Ich habe 1933, als die Nazis ans Ruder kamen, mit dem Wort Jude oder Judentum überhaupt keine Vorstellung verbinden können. Ich hatte Freunde in der Schule - später habe ich begriffen, dass sie Juden waren. Einer hieß Helmut Gersung. Sein Vater war Baumeister, Architekt in Hamburg. Wir haben uns nach dem Kriege - tausend Jahre später haben wir uns wieder getroffen. Er war eines Tages weg. Dann hörte man, er ist ausgewandert mit seinen Eltern aus Amerika. Ein anderer Schulfreund ist ausgewandert mit seinen Eltern nach Ungarn. Dann mußte ich auf dem Wege zur Klavierstunde immer an einem Kasten vorbei, in dem der "Stürmer" ausgehängt war. Das war ein antisemitisches Hetzblatt eines Nazigauleiters. Und da wurden die Juden lächerlich gemacht, mit einer krummen Nase abgebildet, und den ["Stürmer"] fand ich ekelhaft. Da hab ich eigentlich begriffen, das kann nicht stimmen, das kommt von den Nazis, das kann nicht stimmen. Aber, ich habe eigentlich im Laufe des Krieges begriffen, was die Nazis meinten, wenn sie von Juden sprachen. Das Judentum selber habe ich nicht begriffen. Das habe ich nach dem Kriege schrittweise erst begreifen können. Was auch eine Rolle bei uns spielte war - mein Vater hatte unseren sogenannten arischen Nachweis mit einem gefälschten Dokument erbracht.

B: War das so als Sie Loki 1942 heirateten, da brauchten Sie diesen Ariernachweis.

HS: Da brauchten den ja, zu meiner Überraschung, ich hatte nicht damit gerechnet. Aber die Dienststelle, zu der ich gehörte, die haben das anstandslos bescheinigt, hab bei meiner Dienstelle den arischen Nachweis erbracht und so fort, mein Vater hat immer Angst gehabt, dass es rauskommt. Ich hab eigentlich so viel Angst davor nicht gehabt, ich fühlte mich im Verbande der Luftwaffe sicherer. Das war wahrscheinlich ein Irrtum von mir. Ich war jung und unerfahren. Ich hab nicht so viel Angst gehabt, mein Vater hat viel Angst gehabt. Er hatte Angts, er wird rausgeworfen. Er war Lehrer, Studienrat.

B: Was ja auffällt in dem Buch, Herr Stern, dass Sie da Helmut Schmidt gar nicht so glauben, dass er das nicht so wahrgenommen hat in dieser Zeit. Also auch, dass es keine KZs gab und ...

S: Es ist schwierig. Ich glaube ihm (Helmut Schmidt), aber ich glaub nicht, dass es auf viele andere Menschen passt. Das Regime selber, hat doch, ich errinere mich noch ganz genau und hab das auch später öfters recherchiert, hat doch selber bekannt gemacht, dass es ein Dachau gibt - ein Konzentrationslager, zur Einschüchterung der anderen und so weiter. Also, dass es einen Terror gab, dass es Bücherverbrennungen gab, am 10 Mai 1933, was da alles passiert ist, haben die meisten Menschen, das hat glaube ich auch Weizäcker in seiner Rede am 8. Mai klar gesagt, haben die meisten Menschen irgendwie mitbekommen. Ich möchte gleich hinzufügen, man kann so etwas mitbekommen, ohne es richtig zu integrieren, ganz kurz sozusagen flüchtig es aufnehmen, und dann an etwas anderes denken.

B: Finden Sie sich darin wieder Herr Schmidt, flüchtig aufnehmen und es nicht in sein Leben zu integrieren? Was wußten Sie über Dauchau in der Zeit?

HS: Gar nichts. Gar nichts. Das Wort Dachau es war mir völlig ungeläufig, das Wort Ausschwitz genauso, das Wort Bergen Belsen ganz genau so. Gegen Ende des Krieges, auf der Flucht, immer kurz hinter den amerikanischen Spitzen und dann später hinter den englischen Spitzen, Nachts hinterhermarschiert, zufällig am Ende des Krieges in der Nähe von Soltau gefangen genommen worden, Nachts marschieren, Tags über schlafen, ich wurde also im Schlaf gefangen genommen, und wurde dann ausgeforscht und verhört wegen Bergen Belsen, das war in der Nähe, ich wußte nicht was das ist. Ich hörte den Namen zum ersten Mal.

S: Ein riesen Unterschied muss man machen, zwischen sagen wir mal den Konzentrationslagern, ganz besonders Dachau, weil das von den Nazis selber zur Bedrohung gemacht worden ist, und den späteren Ausschwitz und solchen Sachen, die tatsächlich nicht in die Öffentlichkeit notwendigerweise gedrungen sind.

B: (zu S) Es hat Sie sehr verwundert, dass Helmut Schmidt von all diesen Dingen nichts mitbekommen hat.

S: Ich kann nur sagen, dass ist eine Lebenserfahrung. Ich glaub bloss nicht, dass sie übertragbar ist auf viele andere.

HS: Das möchte ich von mir aus auch nicht wollen! Das will ich auch nicht übertragen wollen. Wir waren ja in der ganzen Zeit Gegner der Nazis gewesen. Aber nicht wegen des Antisemitismus.

S: Das sag ich auch nicht.

B: (zu S) Wie genau haben Sie das verfolgt, aus Amerika.
.... weiter die Diskussion
S: ... Da mir das alles bewußt war und dadurch, dass sich die Situatuion immer mehr zuspitzte - wir sind am 9. Oktober 38 angekommen (in Amerika), ein Monat später war die Reichskristallnacht, und die wurde genau berichtet in Amerika, das hab ich alles mitgenommen, mit versucht zu versucht zu verstehen und eine ungeheure Sympathie für Menschen gehabt, und ich muss noch mal betonen, es waren nicht nur Juden, sondern am Anfang waren es es hauptsächlich politischen Gegener, die so behandelt worden sind.

0:57:00
.... weiter die Diskussion/derTalk
- zum Holocaust, zur Entstehung des Nationalsozialismus
- Nationalsozialismus als Versuchung
- über die Verführbarkeit der Deutschen etc.