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Die Kunst-installation: 

Klage- und Gedenkmauer | in SchÖnberg (Meckl.)


20 m lang · 3,70 m hoch – Die Installation "Klage- und Gedenkmauer" des Künstlers und Schriftstellers Helmut Preller errinnert vom 13. August bis 9. November 2009 an die Täter und Opfer an der damailigen Innerdeutschen Grenze.

Diese Kunst-Installation soll:

· mahnen
· Impulse geben
· Mut machen
· provozieren
· mischt sich ein
· gibt Beispiel
· sie regt zum Handeln an
· und macht nachdenklich





Installation vom 13. August bis 9. November 2009

Beginnend am 13. August wird eine Installation an der L übecker Straße 10 in Schönberg an den Bau der Mauer in Berlin 1961 erinnern und den Bau der Mauer in Dassow, die sich entlang des Dassower Sees bis nach Selmsdorf erstreckte. Ein Teil dieser Mauer wird symbolisch vom 13. August bis zum 9. November 2009 aufgestellt:

· als Gedenkort
· als „Klage“-Mauer
· als „Mahnwache“ bis zum 9. November

Die Freie Akademie Schönberg | Helmut Preller beteiligt sich mit einem eigenen Beitrag an der Aktivität „Grenzerfahrungen“ vom Kulturbüro Lübeck.
Telefon: 0152 01 966211


Die BeweggrÜnde fÜr diese Kunst-installation

Die Ereignisse in Schönberg, Mecklenburg um den Ex-Bürgermeister Michael Heinze, seine im Wahlprüfungsausschuss zu behandelnde Wahl von 2009, der Umgang Schönbergs mit seiner Geschichte und seiner Verantwortung vor kommenden Generationen, haben mich auch als Künstler bewegt, weitere Impulse für die Aufarbeitung zu setzen, die den Widerspruch gegen die Gültigkeit der Wahl und die weiteren Umstände begleiten.

Siehe auch Bericht aus der "WELT"
http://www.welt.de/politik/deutschland/article4182332/Eine-Stadt-will-ihren-Stasi-Buergermeister-behalten

Artikel und Diskussion in der SVZ (Schweriner Volkszeitung) vom 14.8.09
http://www.svz.de/lokales/gadebusch/artikeldetails/article/215/mauer-gegen-das-vergessen.html
» auch als Download verfügbar

Artikel und Diskussion in der SVZ (Schweriner Volkszeitung) vom 31.8.09
http://www.svz.de/lokales/gadebusch/artikeldetails/browse/1/article/215/heinze-will-vor-dem-verwaltungsgericht-klagen.html

Diese Installation ist ein "Work in Progress" mit klaren Eckpunkten und weiteren Inhalten, die den von außen kommenden Impulsen nachgehen, so wie das Wasser dem Flußbett zur Mündung folgt.

Dies als erster Hinweis - die Malerei und Montagen auf eine Fläche von 50qm wird begleitet von historischem Informationsmaterial. Besucher der Wand dürfen eigene Texte, Malereien etc anbringen - ohne andere bereits bestehende zu überdecken - und ohne andere Personen zu beleidigen, zu verleumden oder zu beschimpfen - Respekt - wenn man sich denn daran hält.

Der Bevölkerung und den Besuchern Schönbergs, sowie der Umgebung soll damit die Gelegenheit gegeben werden, an dieser symbolischen „Mauer“ ihre Erfahrungen, Gedenken, Fragen, Mahnungen etc. öffentlich zu machen und zur Sprache zu bringen – als „mündige Bürger“ zu handeln, Fragen zu stellen, Zeitzeugenberichte zu geben, sich an begleitenden Aktivitäten und Aktionen zu beteiligen.

Die Instalation wird die historischen Daten in diesem Zeitraum von 13. August bis zum 9. November in unterschiedlicher Form aufnehmen, wie z.B.:
· 21.8.1968 Einmarsch der Truppen in die CSSR mit Beteiligung
  der 7. Panzerdivision und die 11. Motorisierte Schützendivision
  der NVA/DDR (die aber vor der Grenze verbleiben mußte)
· 24.8.1990 (Beschluß der Volkskammer der DDR zum Stasi-Unterlagen Gesetz)
· 1.9.1939 (Einmarsch deutscher Truppen in Polen, Beginn 2. Weltkrieg),
· 3.10.1989 und 1990, 9.11.1989 etc.

Diese symbolische „Mauer“ wird sich im Laufe der Tage bis zum 9. November stets verändern und weiterentwickeln und damit einen Beitrag zum Projekt „Grenzerfahrungen“ des Kulturbüros Lübeck einbringen. Dieser künstlerische Beitrag wird als in einem begleitenden Buchprojekt und einer Dokumentation „Aufarbeitung einer Grenzregimentsstadt“ behandelt werden – Schönberg als Beispiel der Aufarbeitung und innerdeutscher Wandlungen.
Die Dokumentation wird hier www.fas-schoenberg.com/13august/ erscheinen.

Schönberg hat eine besondere Verantwortung als ehemalige Garnisonsstadt für das Grenzregiment6 im Grenzkommando Nord und der VEB Mülldeponie Schönberg. Wie die Auseinandersetzungen um den ehemaligen Kommandeur der Grenztruppen, Stasi-Spitzel und Ex-Bürgermeister von Schönberg Michael Heinze zeigt, ist der Prozeß der Aufarbeitung gerademal erst in Gang gesetzt worden. Die Installation will diesen Prozeß weiter anregen und in Gang halten, Widerspruch erwecken und den sprachlosen Mut machen, ihre Rechte als „mündige Bürger“ wahr zu nehmen und sich einzumischen.

Als erste Aktion werden am
13. August 5 Mahn- und Gedenk-Kreuze fÜr die Opfer an die "Mauer" angebracht, die stumme AnklÄger im Prozeß gegen:

1. Kommandeur Grenzregiment6 Schönberg
  (1.7.1979 - 31.8.1983), Roland N.
2. Kommandeur Grenzregiment6 Schönberg
  (ab 1983 - Nachfolger), Bernd S.
3. Kompaniechef Minenräumkompanie und Stab Grenzkommando Nord
  bis 1.5.1989, Günter M.

Alle drei wurden am 30.10.2002 rechtskr äftig nach Revision des BGH durch
das Landgericht Rostock, Schwurgericht, verurteilt.

5 Gedenkkreuze fÜr die bekannten 5 Opfer
im Grenzregiment 6

1. Opfer | Frank W. - 20.7.1979 im Bereich Grenzregiment 24
   erheblich verletzt, Flucht in die BRD gelungen

2. Opfer | Hans B. - 28.1.1982 im Bereich Grenzregiment 6
   erheblich verletzt, Leben gerettet, Flucht gelungen

3. Opfer | Harry W. - 4.9.1983 im Breich Grenzregiment 6

   durch SM-70 Minen getötet

4. Opfer | Jürgen W. - 25.10.1981 im Bereich Grenzregiment 6
   'Schlagbaum Eichholz' durch PPM-2-Minen linker Fuß abgerissen (00.15)   
    im Krankenhaus Schönberg nachts eingeliefert - dort wurde ihm in der Chirugie
    der Unterschenkel amputiert.

5. Opfer | Kurt W. - 3.11.1981 im Bereich Grenzregiment 6
   'Schlagbaum Eichholz' durch PPM-2 Minen rechter Fuß abgerissen - im    Krankenhaus Schönberg nachts eingeliefert - dort wurde ihm in der Chirugie
   der Unterschenkel amputiert.

Die bildnerischen Situationen bilden ein Grenzsoldat mit Hund als Schatten auf der Mauer, ein Kind als Schatten, das der Bedrohung eine Blume in den Waffenlauf steckt - die Nationalhymne der DDR im Wortlaut, der seit den 70er-Jahren in der DDR nicht mehr gesungen werden durfte - einen Auszug aus der Rede von Nelson Mandela zur Amtseinführung als Präsident der Demokratischen Republik Südafrika.
Material und Informationen über die Stasi und DDR werden auf der Wand bereitgestellt. Quelle: BStU - Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik - http://www.bstu.bund.de

Diskussion um ein anderes Projekt in Schlagsdorf » Download

Helmut Preller | eine Kurze biografische Skizze:

· gebürtiger Hambuger, Jahrgang 1951
· Kunstgeschichte studiert
· Staatsexamen für das Lehramt in Religion und Kunst
  an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
· seit 1982 selbstständiger Unternehmer
· 1985 erstmalig als Schriftsteller und Künstler veröffentlicht

Ich verstehe mich als mündigen Bürger, der sich einmischt, das Wort ergreift und nicht wegsieht, wenn es die Umstände verlangen - der sich auch durch Diffamierungen, Verleumdungen oder Einschüchterungsversuche nicht aus diesen Pflichten entbinden läßt.

Kontakt

Helmut Preller | Freie Akademie Schönberg
Lübecker Straße 10
23923 Schönberg/Mecklenburg
Tel: 0152 01 966 211
E-mail: preller [at] incode.com
www.fas-schoenberg.com




Die Dokumentation:

Entwicklung der "mauer" | Fotos


» die Entwicklung der Kunstinstallation


anonyme Bedrohungen
und Diffamierungen | Fotos


» zu den anonymen Bedrohungen & Diffamierungen

Die HintergrÜnde


DDR-Vergangenheit
Eine Stadt will ihren Stasi-Bürgermeister behalten
» den kompletten Artikel auf www.welt.de lesen

5-Bericht von Spiegel-TV
Die Mauer von Schönberg - ehemals DDR-Grenzregimet 6
Spiegel-TV in Schönberg. Aus einer Kunst-Installation von Helmut Preller als Gedenkmauer für die Opfer des DDR-Grenzregiems wird ein Streitobjekt für die ehemalige Grenzstadt Schönberg in Mecklenburg. Ex-Kommandeur der Grenztruppen und Stasi-Spitzel Michael Heinze wird von 1/3 der Wahlberechtigten als Bürgermeister gewählt - trotz (wegen?) der vergangenen Tätigkeit als DDR-Kader und "IM-Richard". Statt der Opfer an der Grenze zu Gedenken, lenken die "Heinze-Sympatisanten" den Zorn der Schönberger auf Preller - die sich in allen Arten von Beschimpfungen, Verleumdungen und Gewalt gegen die Gedenkmauer und den Künstler jetzt Luft macht. Von Erinnerungskultur und Aufarbeitung keine Spur -
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4-Bericht auf 3Sat
Der Streit um den Künstler Helmut Preller
In Schönberg in Mecklenburg steht die Mauer wieder - geschützt von Kameras und Stacheldraht. Ein Künstler aus Hamburg hat sie hochgezogen und damit den Zorn einer ganzen Stadt provoziert. Seit Wochen wird er massiv angefeindet.
» Link zu youtube
» der komplette Bericht auf www.3sat.de

3-Bericht auf 3Sat
Stasi Bürgermeister in Schönberg -
eine Stadt der DDR Grenztruppen mit Vergangenheit
» Link zu youtube
» der komplette Bericht auf www.3sat.de

Bericht im NDR | 27.August 2009
Widersprüche vom Stasi Bürgermeister Schönberg
abgelehnt - Heinze bleibt abgesetzt
» Link zu youtube

Die "Mauer" in der Presse

NDR Bericht
Kunst-Installation Helmut Preller
Klage- und Gedenkmauer in Schönberg
» Link zu youtube
» zum Bericht auf www.ndr.de


Warum baut Künstler Helmut Preller
die Mauer wieder auf?

» den kompletten Artikel auf www.bild.de lesen


Besorgte Bürger | "Von wegen Kunst könne heute keine Debatten mehr auslösen…"
» den kompletten Artikel auf www.spiegel-online.de lesen